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«Die alte Plattform wird danach abgestellt»

Maur, 16. September 2022 – Austausch TV-Boxen: «Nachgefragt» bei der GGA Maur

Rund 1'000 Maurmer Kunden haben in diesen Tagen ein Schreiben der GGA Maur erhalten, dass sie ihre TV-Box austauschen müssen. Der Marketingleiter der GGA Maur, Christian Bommer, und der Leiter des Produktmanagements, Stefan Hiller, erklärten der Maurmer Post die Gründe.

Ganzes Interview als PDF lesen.

Herr Bommer, Herr Hiller: Ist dieser Austausch wirklich nötig?

Stefan Hiller: Die alte Plattform wird leider vom Markt genommen. Der Hersteller hat uns das vor drei Jahren angekündigt. Als Ersatz haben wir eine moderne Plattform gefunden, die wir auf Schweizer Verhältnisse angepasst haben. Auch haben wir darauf geachtet, dass das neue System kompatibel ist mit anderen Plattformen wie etwa Apple TV, Smart TVs oder Android-Geräten. So können unsere Kunden auf jedem Gerät fernsehen und wo sie möchten.

Christian Bommer: In den meisten Fällen brauchen Kunden keine solche TV-Box mehr. Aber eine Umfrage von uns zeigte: 80 Prozent unserer Kunden bevorzugen halt noch das «klassische Fernseherlebnis» mit Couch und Fernbedienung und möchten darum eine Box haben.

Im Brief heisst es die Kunden müssten den Austausch bis zum 30. November vornehmen.

Bommer: Ja, die alte Plattform wird danach abgestellt. Für uns wäre es ökonomisch nicht vertretbar, zwei Plattformen am Leben zu erhalten.

Sie betonen doch stets, dass die GGA Maur den Service für die Kunden so einfach wie möglich gestalten wolle. Und jetzt müssen sich Ihre Kunden um diesen Austausch bemühen?

Hiller: Der Austausch der TV-Box ist ein Sachzwang, den wir leider nicht verhindern können. Wir haben aber sehr viel Zeit investiert, um den Prozess für die Kunden möglichst mühelos zu halten!

Die Branche plant derzeit Änderungen beim Replay-TV…
Hiller: Richtig, das sind Neuerungen beim zeitversetzten Fernsehen, welche die ganze Schweiz betreffen werden. Kunden müssen künftig wählen: Entweder akzeptieren sie, dass sie auch beim Replay-TV bei gewissen Sendern die Werbeblöcke anschauen müssen. Oder sie können, die Werbung per Knopfdruck überspringen. Diese Option kostet dann aber zusätzlich.

Was ist Ihre Haltung dazu?
Bommer: Uns ist bewusst, dass Institutionen oder Unternehmen, die Inhalte erstellen – sei es die «Maurmer Post», die NZZ oder eine Fernsehanstalt – zu einem gewissen Teil von Werbeeinnahmen leben. Redaktionelle Inhalte haben einen Wert. Darum ist Werbung wichtig.

Wer hat diese Neuerung vorangetrieben?
Hiller: Haupttreiber sind die Sendeanstalten, die ihre Werbeeinnahmen schützen möchten. Sie wollten die Werbeausfallsentschädigung neu regeln. Die inhalteverbreitende Branche der Schweiz – also Zattoo, Sunrise, Swisscom oder wir von der GGA – müssen das nun umsetzen.

Was bedeutet das für die neue TV-Plattform der GGA Maur?
Hiller: Unsere Lösung ist technisch in der Lage, die Anforderungen zu erfüllen. Das Tool ist jedoch noch nicht aktiviert. Wenn die Neuerung beim Replay-TV in Kraft tritt, werden unsere Kunden am Anfang standardmässig alle das Premium-Produkt mit dem Überspringen von Werbeblöcken erhalten. Nach der Pilotphase können sie sich entscheiden, ob sie die Option für einen Aufpreis von 10 Franken behalten möchten. Oder ob sie lieber weniger zahlen und sich dafür die Werbung ansehen.


Interview: Annette Schär